Wer bin Ich?

Dieser Frage kann keine Beschreibung folgen sondern eine Entscheidung.
Ich bin nicht meine Geschichte.
Nicht meine Ausbildung.
Nicht meine Titel.

Ich bin das, was übrig bleibt, wenn ich aufhöre, mir selbst auszuweichen.
Ich arbeite als spirituelle Lehrerin.
Um Wissen zu vermitteln, ja.
Vor allem aber ist mein Ziel Klarheit zu ermöglichen.

Ich arbeite mit Menschen, die bereit sind, sich selbst zu begegnen.
Nicht oberflächlich, sondern ehrlich.

Das bedeutet:
zu sehen, wo man sich täuscht
zu sehen, wo man ausweicht
zu sehen, wo man sich selbst im Weg steht

Das ist nicht angenehm, aber für Entwicklung notwendig.

Warum braucht es spirituelle Lehrer?
Weil der Mensch sich selbst nicht vollständig sieht und der Geist sich schützt durch Erklärung, Rechtfertigung, Verschiebung.

Im Yoga nennt man das Avidya – grundlegende Verkennung, Verblendung.

Die Yoga Sūtra zeigen klar: Leid entsteht aus falscher Wahrnehmung. Und falsche Wahrnehmung erkennt sich nicht selbst.

Hier beginnt die Funktion eines Lehrers. Nicht, dir zu sagen, wer du bist. Sondern dir zu zeigen, wo du dich nicht siehst. Ein Lehrer bestätigt dich nicht, er konfrontiert dich mit Wahrheit.
Das ist nicht das, was das moderne Ego wünscht. Es reagiert daher zunächst sehr unmittelbar mit:
Zweifel, Widerstand und Abwehr.
Das ist normal und für beide Beteiligte nicht angenehm. Der reife Schüler bleibt und wächst , der Unreife geht.

Die Bhagavad Gītā zeigt es deutlich: Erst als Arjuna erkennt, dass er sich selbst nicht mehr führen kann, wird er Schüler. Nicht aus Schwäche, sondern aus der Klarheit der Erkenntnis.

Mein Lehrer, Master Choa Kok Sui, war auch in diesem Punkt sehr eindeutig:
Der Schüler darf anderer Meinung sein. Aber er sollte gut erzogen sein und die Bereitschaft zeigen, zu lernen.
Das war schon immer selten; heute ist es noch seltener geworden.
Menschen wollen verstehen, hegen aber keine Bereitschaft, sich zu verändern.
Sie wollen fühlen um das eigene Ego zu stärken und keine Verantwortung übernehmen.
Das führt zu einer Spiritualität ohne Tiefe.

Daher ist zu unterscheiden:
Zwischen Teilnahme an Workshops und gelebter Praxis.
Zwischen Interesse und Verbindlichkeit.

Yoga und alle daraus abgeleiteten Techniken und Lehren ist keine Konsumgüter sondern übergebene Macht, die den Preis der Verantwortung in sich trägt.
Yoga ist Arbeit und alle klassischen Quellen lassen daran keinen Zweifel.

Die Yoga Sūtra sprechen von Praxis, Disziplin und Selbststudium.
Von Meinung ist darin nicht die Rede.

Wer bin ich also?
Jemand, der diesen Weg geht. Konsequent und ohne Ausweichen.
Das Ich BIN arbeitet mit Menschen, die bereit sind, das Gleiche zu tun.
Ich erkläre nicht, um zu gefallen und ich führe, wenn jemand bereit ist zu gehen.

Warum du einen spirituellen Lehrer suchen solltest
Nicht, um dich anzulehnen, nicht, um Antworten zu bekommen, sondern vor allem, um dich selbst klarer zu sehen. Allein bleibst du in deinen Mustern. Mit Führung beginnt Bewegung.
Wenn beide zusammenkommen, entsteht etwas sehr Seltenes: echte Entwicklung.

Meine Arbeit, meine Bücher und meine Inhalte auf claudiadieckmann.com
haben nur ein Ziel:

Klarheit.
Nicht für die Masse. Sondern für jene, die bereit sind, sich selbst nicht mehr auszuweichen.

Wer bin ich
Ich bin auf diesem Weg.
Und ich arbeite mit denen, die ihn wirklich gehen wollen.