TOTES HOLZ – WENN NICHTS MEHR WEITERGEHT!
Was lähmt ein Unternehmen, eine Organisation oder eine spirituelle Gemeinschaft?
Nicht immer sind es die Gegner.
Oft sind es Menschen, die längst aufgehört haben, Verantwortung zu übernehmen, aber weiterhin ihren Platz besetzen. Sie tragen Titel, haben Funktionen, geben Zusagen.
Sie sind bei Besprechungen dabei, stimmen allem zu – und tun nichts.
Andere müssen ihre Arbeit übernehmen. Entscheidungen bleiben liegen.
Engagierte Menschen verlieren ihre Kraft.
Die gesamte Organisation wird schwerfällig.
Das ist totes Holz im Management.
Die taoistische Philosophie lehrt uns, die natürlichen Prozesse von Wachstum, Veränderung und Loslassen zu erkennen.
Was seine Funktion nicht mehr erfüllt, darf nicht allein aus Gewohnheit festgehalten werden.
Auch in den Managementlehren von Master Choa Kok Sui spielt die Verbindung von Verantwortung, Wirksamkeit und spiritueller Entwicklung eine zentrale Rolle.
Spiritualität bedeutet keineswegs, Unverbindlichkeit endlos zu tolerieren.
Liebevolle Freundlichkeit bedeutet nicht Führungsschwäche.
Nicht-Verletzen bedeutet nicht, eine ganze Organisation durch die Untätigkeit Einzelner schädigen zu lassen.
Manchmal ist die wichtigste Managemententscheidung, eine längst überfällige Trennung zuzulassen.
Nicht aus Zorn und nicht aus Kränkung, sondern aus Klarheit.
Denn eine Organisation ist dazu da, ihren Auftrag zu erfüllen – nicht dazu, die Bequemlichkeit ihrer Funktionsträger zu ertragen.
Die unangenehmste Frage an jeden von uns mag jene sein:
Bin ich noch eine Kraft, die etwas bewegt?
Oder bin ich längst Teil dessen, was alles aufhält?
UND DANN BEGINNT DAS WACHSTUM!
Plötzlich wird dann wieder Raum frei!
Für Menschen, die wollen. Die Ideen haben, Verantwortung übernehmen, gestalten und etwas bewegen!
Die Energie, die bisher in das Antreiben, Erinnern, Nachfragen und Auffangen geflossen ist, steht endlich wieder für den eigentlichen Auftrag zur Verfügung.
Das ist Befreiung von Energie und es ist eine Chance für Neues!
Für neue Menschen, neue Kräfte, neue Möglichkeiten und es kann Freude an der gemeinsamen Arbeit zurückkehren .
Entscheidungen werden getroffen, Vorhaben verwirklicht, Erfolge sichtbar. Und jene, die gehen, können anderswo einen Platz zu finden, an dem sie wieder mit Freude und Überzeugung wirken können.
Gutes Management erkennt nicht nur, wann etwas zu Ende ist. Es erkennt vor allem, wann etwas Großes neu beginnen kann!
Vielleicht ist es also gar kein Verlust, wenn das tote Holz geht.
Vielleicht ist es der Beginn der erfolgreichsten Zeit, die eine Organisation je erlebt hat!









